Reisebericht zur Namibiareise 2012

Eine Reise nach Namibia, in den Südwesten Afrikas, unternahm eine Reisegruppe mit dem  Bildung Kultur und Studienreisen e,V. Seckach, bestehend aus Teilnehmern aus dem gesamten NOK . Von Windhouk aus ging
die Fahrt in die Kalaharie die sich über einen Großteil  des östlichen Namibias erstreckt und wegen
seines spärlichen Bewuchses auch als Wüste bezeichnet wird.

Eine weitere Tagestour durch einsame Weiten brachte die Teilnehmer zum zweitgrößten  Canyon der Welt, dem Fish River Canyon, mit atemberaubenden tiefen Schluchten. Am kommenden Tag ging die Fahrt nach Lüderitz.  Am Rand der Straße durch spärliches Weidegrün, zeigte sich große Gruppen von Wildpferden und Antilopen und Springböcke. Der Besuch von Lüderitz brachte die Teilnehme  in eine Stadt in der man bis heute die Spuren „Deutsch Südwest“  noch sehen kann. Viele liebevoll  renovierte Gebäude mit deutschen Beschriftungen, Straßen mit deutschen Namen erinnern an deutsche Kolonialgeschichte. Heute ist die kleine Hafenstadt bekannt durch die Fischerei und den Abbau von Diamanten. Ein Besuch der aufgegebenen Ortschaft Kolmanskop, die durch den Abbau von Diamanten entstandene Stadt, zeigt anschaulich wie hart das Leben im Angesicht der Wüste war. Ein Turnsaal, eine Kegelbahn, das Haus
des Posthalters, des  Lehrers, des Ingenieurs, der Laden, das Krankenhaus ein ehemals deutscher Ort, der im Sande
versinkt wie die Träume von Deutsch Südwest.

Eine weitere Tagesetappe führte durch  Wüste, Berge, Schluchten zur Maltahöhe. Zum Sonnenaufgang besuchten die Reisenden die Dünenlandschaft von Sossuvlei. Die teilweise 300 Meter hohen roten Sanddünen, umsäumen  ein ehemaliges breites Flussbett  auf 40 Km Länge. In dieser Ebene leben hunderte von Wildtieren die dort grasten. Ein für alle unbeschreibliches Erlebnis. Weiter ging die Reise nach Swakopsmund, einem schmucken Städtchen mit deutscher Vergangenheit, wie man an Gebäuden mit Beschriftung wie Amtsgericht, Schule und Bahnhof und Straßennahmen wie Bismarckstraße oder Hauptstraße zu erkennen ist. Eindrucksvoll die Palmenalleen und gepflegten Gärten und Anlagen.
Einen Eindruck über das Leben in der Besiedlung durch die Europäer zeigte das besuchte Museum Swakopmunds. Ein weiterer Höhepunkt war die Schifffahrt zu den Robbenkolonien bei Swakopsmund.

Der folgende  Tag brachte die Gruppe über Hentiesbay und Uis ins Damarland, dort, im trockenen Nordwesten Namibias kreuzte unsere Straße einer der  seltenen Wüstenelefantenbullen. Hohe Gebirge, Grasland, Steppe, ein Gebiet mit starken Kontrasten, jahrtausende alte Felsgravuren als Motiv Tiere, gigantische Bäume, die nach vielen tausenden Jahren versteinert wurden konnten bewundert werden. Der Besuch eines traditionellen Himba-Dorfes zeigte, dass die Himbas weitgehend von der Entwicklung des 20. Jahrhundert unberührt blieben. Traditionelle Kleidung, Haartracht und Schmuck aus Kupfer und Eisen, wie sie die Hereros besaßen, sind dort noch erhalten geblieben.

Der absolute Höhepunkt der Namibiareise war der zweitägige Besuch des Etosha Nationalpark. Im  22.000 Quadratkilometer großen Nationalpark mit seiner ausgetrockneten, salzverkrusteten Senke zeigten sich neben Löwen,
Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen, Gnus, die ganze Vielfalt  der namibischen Tierarten in einer Vielzahl, die alle Mitreisenden restlos begeisterten. Der Abschied von dieser einmaligen Natur viel allen schwer. In der auf 1650m Höhe
gelegenen Hauptstadt Windhuk besuchte die Gruppe bei einer Stadtrundfahrt die moderne Innenstadt mit seinem Rathaus, dem historischen Bahnhof und der  Christuskirche.

Vor dem Heimflug  bedankte sich Vorsitzender Norbert Richter beim örtlichen Reiseleiter und betonte, es sei sicher nicht das letzte Mal gewesen, dass man eine Studienreise nach Afrika organisieren werde. Mit vielen neuen Eindrucken kam die Reisegruppe gesund in den Neckar-Odenwald-Kreis zurück.