Reisebericht zur Indienreise 2013

 

Eine Reise des Vereins Bildung Kultur und Studienreisen führte 2 Gruppen, mit je 15 Teilnehmern nach Indien, entlang des Ganges zu den heiligsten Pilgerstädten der Hindus und der Buddhisten. Bei einer Stadtbesichtigung der Metropole Kalkutta, mit ihren kulturellen Schätzen aus der Kolonialzeit, aber auch mit ihren interessanten Tempeln, besuchte man auch das Mutterhaus und Grab von Mutter Theresa. Vom Bahnhof  Kalkutta fuhren die Gruppen mit einem Nachtzug im Schlafwagen  nach Bodhgaya, dem Ort, wo  Siddhartha Gautama um das Jahr 543v.C. unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung erlangte. Bodhgaya ist daher der Ort der Erleuchtung des Buddha und eines der bedeutendsten spirituellen Zentren des Buddhismus. Gläubige aus Sri Lanka, Bangladesch, Thailand, Burma, Vietnam, Korea und Japan errichteten in Bodhgaya bisher 45 Klöster und Tempel. In den Hotels der Stadt gibt es nur vegetarisches Essen und keinen Alkohol. Bei einem Ausflug besuchte man die buddhistische Klosteruniversität Nalanda und Rajgir, wo Buddha das Lotus-Sutra lehrte.

Mit dem Bus ging die Reise weiter in die heiligste Stadt Indiens nach Varanasi, der Stadt Shivas und das Zentrum der Sadhus. An Flussufer des Ganges nehmen die  Hindus ein reinigendes Bad, an den Ghats lodern die Scheiterhaufen. Am Abend besuchte man die beeindruckende Lichterzeremonie am Ufer. Morgens vor Sonnenaufgang unternahmen die Gruppen eine Bootsfahrt auf dem Ganges und man erlebte die allmorgendliche Betriebsamkeit auf den Gats. Eine Exkursion zur nahegelegenen Buddha-Stadt  Sarnath  in der Buddha die erste Lehr- Rede hielt, mit der er das Rad des Dharma in Bewegung setzte, wurde unternommen. Dort steht auch eine Stupa , die an die Anfänge des Buddhismus erinnert.

Am kommenden Tag besichtigten die Gruppen den mächtigen Festungspalast Ramangar-Forts, hoch über dem Ganges, der einige Tempel und ein Museum beherbergt. Am  Abend stand wieder das Abenteuer einer Schlafwagenfahrt mit der indischen Bahn auf dem Programm. Die Fahrt brachte die Gruppen nach Haridwar, der Stadt, an dem der Ganges aus dem Himalaya in die Ebene eintritt. Mit der Seilbahn erreichte man den hoch über Haridwar thronenden Mansa-Devi-Tempel, man besuchte einen Ashram und am Abend nahmen die Teilnehmer an der beeindruckenden Lichterzeremonie Ganga Arati, die von tausenden von Pilgern mitgefeiert wurde, teil. Kleine Lichter werden in der Dämmerung auf den Fluss  gesetzt und treiben stromabwärts,  während die Priester ihre Gebetszeremonien verrichten. Von Haridwar führte eine kurze Fahrt ins Gebirge nach Rishikesch, der Stadt des Yoga. Durch die Vorberge des Himalayas schlängelt sich der Ganges. Seine Ufer sind gesäumt von Tempel und zahlreichen Yogaashrams. Die Stadt ist Ziel vieler Sinnsuchender und wurde in der westlichen Welt bekannt durch den Besuch der Beatles. Hier sammeln sich die Sadhus und Yogis vor Ihrer langen Pilgerreise zur Quelle des Ganges. Beeindruckend die Hängebrücken, die über den Ganges führen und die Stadt verbinden.  Am Morgen verlassen wir den Ganges und fahren wieder mit der Bahn nach Delhi. Bei einer Stadtrundfahrt durch das moderne New Delhi kam man wieder zurück in eine moderne Stadt, wie man sie von Europa kennt.

Zum Abschluss der Reise besuchten wir  eine Einrichtung, die sich für Kinder von Müllsammlern einsetzt. Diese betreuen deren Kinder und bieten Ihnen eine Schulausbildung an. Der Verein Bildung, Kultur und Studienreisen nimmt an den Seckacher Straßenfesten teil und verkauft gelesene und gespendete Bücher. Den Erlös von 250 Euro spendete der Verein und die spendenfreudigen Reiseteilnehmer verdoppelten den Betrag nochmals, so das dem Verein “ Chintan“  eine entsprechende Summe übergeben werden konnte.